![]() |
|
#1
| ||||
| ||||
| 2000-2010: Eine Retrospektive
das neue jahrzehnt ist nun gute 3 monate alt und gibt für mich nun grund genug, (musikalische) bilanz zu ziehen. bilanz aus 10 jahren leben, vllt. sogar die 10 wichtigsten jahre des lebens. was war so? der wechsel auf das gymnasium, pubertät , abitur, zivildienst, studium. die jugend zieht schneller an einem vorbei, als einem lieb ist und schon ist man 22 und fühlt sich kein bisschen alt . man lernte viele personen kennen, die feste bestandteile des lebens wurden. man wurde unabhängig (man versuchte es zumindest), tauchte ins eigene leben fern von mamas rockzipfel ein und genoss die zeit in vollen zügen. das studium bot viele neue freiheiten und herausforderungen, die es zu meistern galt und jetzt steht man schon wieder vor dem ende von selbigem und fragt sich, wo die zeit geblieben ist.all das wäre für mich natürlich undenkbar ohne die musik. brach doch der musikalische wahnsinn in diesem jahrzehnt in vollen zügen seinen bann. fröhnte man anfang 2000 noch der normalen rockmusik und hob bands wie staind, red hot chili peppers, incubus, system of a down oder p.o.d. in den rockhimmel, so stellte sich bald ein gefühl der unzufriedenheit ein. das konnte einfach nicht das ende der musikalischen fahnenstange sein. nicht für mich. diese unzufriedenheit begann sich dann allmählich aufzulösen, als 2002 die erste visions gekauft wurde. damals noch im unscheinbaren layout ohne poster und komischen schnickschnack entdeckte man in ihr völlig fremde welten seltsamer musik, die irgendwie faszinierten. es zog einen tiefer hinein. ich verschlang jede ausgabe und natürlich nahm man damals auch die aufkeimeinde retrowelle dankbar mit und hörte von franz ferdinand über libertines bis hin zu kings of leon alles. trotzdem nie die musik, die mich vollkommen erfüllte. mich erfüllte es eher, als dredg in mein leben traten. el cielo riss mein derzeitiges musikweltbild so dermaßen ein, dass ich es gar nicht glauben konnte und wollte. ich hörte über monate nichts anderes. ein unglaubliches album, auch heute noch. witzig auch, wie man sich damals an überalben wie relationship of command von at the drive-in, the shape of punk to come von refused oder oceanic von isis die zähne ausbiss. man wünschte sich mehr nachvollziehbarkeit bei at the drive-in, weniger geschrei bei refused und weniger schmerz bei isis. überhaupt: geschrei. ein unding. das war gewalt in meinen ohren. aber da ich refused immer und immer wieder hörte und einfach die größe dieses albums begreifen wollte, schlug dieser schmerz allmählich in absolute begeisterung um. nachdem dann neben visions auch das internet zu rate gezogen wurde, entdeckte ich neben visions-metal und rock auch die perlen, die es in genres gab, die ich zuvor nicht mal mit dem hintern angeschaut hatte: hip-hop, death metal, black metal und elektronische musik in allen varianten. phasenweise gabs da nichts anderes auf die ohren. trotz meiner musikalischen aufgeschlossenheit in jeglicher hinsicht und den vorscherdrang, auch in musikalische dimensionen vorzustoßen, die vollkommen untypisch zu sein schienen, gehörte und gehört mein herz seit jeher der gitarre. in jeglicher hinsicht und ausprägung, unter dem großen banner des rock. auch wenn mich zeitweise ein guter beat und rhyme mehr verzaubern kann und ein schnuckeliges knistern schnell mal die welt bedeutet, so hat doch die gitarrenmusik schlussendlich immer das letzte wort. deswegen sollte es kaum verwundern, dass beim großteil meiner 100 alben der letzten dekade die gitarre die melodie spielt (oder auch nicht). ansonsten gibts von hier und von da was. alben, die mich berührten, durch schwere zeiten begleiteten, absolut begeisterten oder einfach nicht mehr losließen. und solche, die sich am anfang total querstellten und erst nach langem kampf erobert werden konnten. also eine persönliche, kleine, musikalische zeitreise durch 10 jahre musik-irrsinn. hier trifft böses auf gutes, zartes auf hartes und so ziemlich alles auf alles, was man sich an tönen, klängen und schwingungen vorstellen kann. einzig ska, r 'n' b und trance sucht man hier wohl leider vergeblich. ![]() ...und damit kühre ich so gleich ska zum nervigsten genre des jahrzehnts, welches zu allem überfluss leider ein großes revival feiern durfte. ich habe bei gott lange versucht, dieses genre toll zu finden. geglückt ist mir das leider nie. zu eintönig die bandnamen, zu eintönig (!!) diese immer wieder kehrenden songideen (gut, songideen kann man das schon gar nicht mehr nennen), diese klinische gute laune, die einem selbige immer wieder verderben kann und zu guter letzt meganervige live-auftritte, die so gezwugen spontan rüberkommen wollen, dass man brechen möchte (auch über den so peinlichen "tanz"-stil der anhänger. ekelhaft!). für mich schlicht und einfach oberflächenmusik ohne tiefgang und emotion. aber gut, genug der standpauke, denn wenn man es mal genauer betrachtet, dann war auch das letzte jahrzehnt ein jahrzehnt, welches verdammt großartige musik hervorbrachte und den 90s und 80s in keinster weise nachsteht. hoffen wir, dass das neue jahrzehnt sich auch solche mühe geben wird. ![]() p.s.: man möchte mir eventuelle fehler bei den jahreszahlen nachsehen Top 100 of 2000-2010: 100. Darkest Hour - Hidden Hands of a Sadist Nation (2003) 99. Misery Signals - Mirrors (2006) 98. The Abominable Iron Sloth - The Abominable Iron Sloth (2006) 97. Cephalic Carnage - Anomalies (2005) 96. Riddle of Steel - Got This Feelin' (2005) 95. The Black Heart Procession - III (2000) 94. Aaron Spectre - Lost Tracks (2005) 93. My Vitriol - Finelines (2001) 92. Curl up and Die - The one above all, the end of all that is (2005) 91. Kangding Ray - Automne Fold (2008) 90. Guapo - Five Suns (2004) 89. Deathspell Omega - Fas – Ite, Maledicti, in Ignem Aeternum (2007) 88. Byetone - Death of a Typographer (2008) 87. Shining - V: Halmstad (2007) 86. OM - Conference of the Birds (2006) 85. Envy - A Dead Sinking Story (2003) 84. Funeral Diner - The Underdark (2005) 83. Torch - Blauer Samt (2004) 82. The Album Leaf - In a Safe Place (2003) 81. Explosions in the Sky - The Earth is not a cold dead Place (2003) 80. Elliott - False Cathedrals (2000) 79. Death Cab for Cutie - Transatlanticism (2003) 78. Goatsnake - Flower of Disease (2000) 77. Madvillain - Madvillainy (2004) 76. The Notwist - Neon Golden (2002) 75. Enslaved - Vertebrae (2008) 74. Troum - Tjukurrpa I-III (2001-2003) 73. Phoenix Bodies - Raise the bullshit flag (2006) 72. Byla - Byla (2005) 71. Coheed and Cambria - In keeping secrets of silent earth: III (2003) 70. Stars of the Lid - Tired sounds of... (2001) 69. Warhorse - As heavens turn to ash (2001) 68. Botch - We are the romans (2000) 67. Sometree - Moleskine (2003) 66. Blut aus Nord - Odinist (2007) 65. Propagandhi - Supporting Cast (2009) 64. Sun Kil Moon - April (2008) 63. Vestigial - Translucent Communion (2008) 62. Insect Warfare - World Extermination (2007) 61. Cave In - Jupiter (2000) 60. Buried Inside - Chronoclast (2005) 59. Tragedy - Vengeance (2002) 58. Blood Brothers - Burn, Piano island burn! (2003) 57. A Forest of Stars - The Corpse of Rebirth (2008) 56. Yume Bitsu - Auspicous Winds (2000) 55. Elbow - Cast of Thousands (2003) 54. Yob - The Unreal never lived (2005) 53. Tool - Lateralus (2001) 52. Beck - Seachange (2002) 51. Dälek - Abandoned Language (2007) 50. Tim Hecker - Harmony in Ultraviolet (2006) 49. Comadre - Burn Your Bones (2006) 48. Meshuggah - Catch 33 (2005) 47. Eluvium - Talk Amongst the Trees (2005) 46. Velvet Cacoon - Genevieve (2004) 45. Nadja - Touched (2003) 44. Skinless - Trample the Weak, Hurdle the Dead (2006) 43. Coldplay - A Rush of Blood to the head (2002) 42. Shape of Despair - Illusion's Play (2004) 41. Floor - Floor (2002) 40. Porcupine Tree - In Absentia (2003) 39. Interpol - Turn on the Bright Lights (2002) 38. Sigur Ros - () (2002) 37. Pelican - Australasia (2003) 36. Hopesfall - The Satellite Years (2002) 35. Lurker of Chalice - Lurker of Chalice (2005) 34. Tides - Resurface (2005) 33. Logh - The Raging Sun (2003) 32. Alcest - Souvenirs d'un outre monde (2007) 31. Kayo Dot - Dowsing Anemone with Copper Tongue (2006) 30. Necrophagist - Epitaph (2004) 29. Sunn O))) - Black One (2005) 28. The Dead Texan - The Dead Texan (2003) 27. Ostinato - Left too far behind (2004) 26. Taken - Between two unseens (2004) 25. Neurosis - The Eye of Every Storm (2004) 24. Johnny Cash - American III: Solitary Man (2000) 23. Mogwai - Happy Songs for happy People (2005) 22. Weakling - Dead as Dreams (2000) 21. The Gault - Even as all before us (2005) 20. Deftones - White Pony (2000) 19. Katatonia - The Great Cold Distance (2006) 18. Cult of Luna - Salvation (2003) 17. Reflection Eternal - Train of Thought (2000) 16. Boards of Canada - The Campfire Headphase (2005) 15. Wolves in the Throne Room - Two Hunters (2007) 14. New End Original - Thriller (2001) 13. Ion Dissonance - Solace (2005) 12. Majority Rule - Interviews with David Frost (2001) 11. Jesu - Jesu (2005) 10. Frodus - And we washed our weapons in the sea (2001) 09. Agalloch - The Mantle (2002) 08. Corruptet - El Mundo Frio (2005) 07. Nasum - Human 2.0 (2000) 06. Boris - Flood (2000) 05. Converge - Jane Doe (2001) 04. At the Drive-In - Relationship of Command (2000) 03. Isis - Panopticon (2003) 02. Ulver - Shadows of the Sun (2007) 01. Dredg - El Cielo (2002) ...und jetzt ihr!
__________________ The difference between me and you is that i'm not on fire! |
|
#2
| ||||
| ||||
|
Ich mache mich auch mal ans Werk :-)
|
|
#3
| ||||
| ||||
| Top 100 Of The Naughties
Und ich dachte mir noch "100 Alben, hmmm, die Auswahl dürfte ja nicht so schwer werden." Aber FUCK, musste ich mich hier gerade durch ein übelstes Ausschlussverfahren quälen, um es bei den wirklich absolut prägendsten und sentimental wertvollsten Sachen zu belassen. Ist auch nicht ganz so breit gefächert wie ich das eigentlich gern hätte, aber was soll man machen. 2010 als VÖ-Jahr hab ich mal ausgelassen (oh ja, da wären bereits Kandidaten vertreten), weil ja schon zum neuen Jahrzehnt zählend und so. 100. Sunny Day Real Estate - The Rising Tide (2000) 098. Mogwai - Happy Songs For Happy People (2003) 097. Nujabes - Hydeout Productions: 1st Collection (2003) 096. Thursday - Full Collapse (2001) 095. Broken Social Scene - Broken Social Scene (2005) 094. The Mars Volta - The Bedlam In Goliath (2008) 093. The Bronx - The Bronx (2003) 092. Nine Inch Nails - With Teeth (2005) 091. Hot Water Music - A Flight & A Crash (2001) 090. A Perfect Circle - Thirteenth Step (2003) 089. Aereogramme - A Story In White (2001) 088. Dälek - Abandoned Language (2007) 087. Sufjan Stevens - Seven Swans (2004) 086. Elbow - The Seldom Seen Kid (2008) 085. Twin Zero - Monolith (2005) 084. Opeth - Ghost Reveries (2005) 083. Oceansize - Everyone Into Position (2005) 082. Porcupine Tree - In Absentia (2002) 081. Aereogramme - My Heart Has A Wish That You Would Not Go (2007) 080. PJ Harvey - Stories From The City, Stories From The Sea (2000) 079. Meshuggah - Catch 33 (2005) 078. Coheed & Cambria - In Keeping Secrets Of Silent Earth: 3 (2003) 077. Opeth - Blackwater Park (2001) 076. Scott Walker - The Drift (2006) 075. Lightning Bolt - Hypermagic Mountain (2005) 074. Sigur Rós - Takk (2006) 073. Japandroids - Post-Nothing (2009) 072. Shellac - 1000 Hurts (2000) 071. maudlin of the Well - Leaving Your Body Map (2002) 070. A Perfect Circle - Mer De Noms (2000) 069. Yeah Yeah Yeahs - Fever To Tell (2003) 068. Battles - Mirrored (2007) 067. Electric Masada - At The Mountains Of Madness (2005) 066. Murder By Death - Who Will Survive, And What Will Be Left Of Them? (2003) 065. Esbjörn Svensson Trio - Seven Days Of Falling (2003) 064. Ostinato - Left Too Far Behind (2004) 063. Blackalicious - Blazing Arrow (2002) 062. Slipknot - Vol. 3: The Subliminal Verses (2004) 061. The Samuel Jackson Five - Easily Misunderstood (2005) 060. Ulver - Shadows Of The Sun (2007) 059. Boards Of Canada - The Campfire Headphase (2005) 058. Dälek - Absence (2005) 057. Menomena - Friend & Foe (2007) 056. Kate Bush - Aerials (2005) 055. Aereogramme - Seclusion (2004) 054. Low - Trust (2002) 053. Clann Zú - Black Coats & Bandages (2004) 052. Nujabes - Metaphorical Music (2003) 051. The Grand Silent System - Everyone Lies Alone (2004) 050. Andrew Bird - Andrew Bird & The Mysterious Production Of Eggs (2005) 049. Neurosis - The Eye Of Every Storm (2004) 048. Fever Ray - Fever Ray (2009) 047. Elbow - Leaders Of The Free World (2005) 046. The Flaming Lips - Yoshimi Battles The Pink Robots (2002) 045. Eels - Blinking Lights & Other Revelations (2005) 044. Mogwai - Mr. Beast (2006) 043. Biffy Clyro - Infinity Land (2005) 042. Radiohead - Hail To The Thief (2003) 041. Ulver - Blood Inside (2005) 040. Cave In - Jupiter (2000) 039. Menomena - I Am The Fun Blame Monster (2003) 038. Muse - Origin Of Symmetry (2001) 037. Saul Williams - Amethyst Rock Star (2004) 036. Interpol - Turn On The Bright Lights (2002) 035. System Of A Down - Toxicity (2001) 034. The Blood Brothers - Burn, Piano Island, Burn! (2003) 033. Jesu - Heartache (2004) 032. Clann Zú - Rua (2001) 031. Envy - A Dead Sinking Story (2004) 030. Bat For Lashes - Two Suns (2009) 029. Bonnie 'Prince' Billy - The Letting Go (2006) 028. TV On The Radio - Return To Cookie Mountain (2006) 027. Bohren & Der Club Of Gore - Black Earth (2002) 026. Sleepytime Gorilla Museum - Of Natural History (2004) 025. Quitter - Sender.Receiver (2004) 024. Isis - Oceanic (2002) 023. Dredg - El Cielo (2002) 022. ...And You Will Know Us By The Trail Of Dead - Worlds Apart (2005) 021. Converge - Jane Doe (2001) 020. Crippled Black Phoenix - A Love Of Shared Disasters (2007) 019. Tom Waits - Orphans (2006) 018. Tool - Lateralus (2001) 017. Sigur Rós - () (2002) 016. Elbow - Cast Of Thousands (2002) 015. Aereogramme - Sleep And Release (2003) 014. Oceansize - Effloresce (2003) 013. The Mars Volta - De-Loused In The Comatorium (2003) 012. Radiohead - Amnesiac (2001) 011. The Dillinger Escape Plan - Irony Is A Dead Scene (2002) 010. Godspeed You! Black Emperor - Lift Your Skinny Fists Like Antennas To Heaven (2000) 009. ...And You Will Know Us By The Trail Of Dead - Source, Tags & Codes (2002) 008. Sufjan Stevens - Come On, Feel The Illinoise (2005) 007. Queens Of The Stone Age - Songs For The Deaf (2002) 006. Woven Hand - Consider The Birds (2004) 005. Joanna Newsom - Ys (2006) 004. Isis - Panopticon (2004) 003. Disillusion - Back To Times Of Splendor (2004) 002. Envy - All The Footprints You've Ever Left And The Fear Expecting Ahead (2001) 001. At The Drive-In - Relationship Of Command (2000) Oh Gott, morgen sähe die Liste vielleicht schon wieder anders aus. Aber so bleibt sie jetzt.
__________________ Hold me like a child in your warm, warm arms Whisper parables, keep me safe from harm Oh my sagging skin, oh my burning skies I will close my eyes, I will close my eyes Geändert von Oopsacalypse (04.04.10 um 16:04 Uhr) |
|
#4
| ||||
| ||||
|
Zwei gute Übersichten und Listen die ihr da erstellt habt. Müsste ich mir auch mal Zeit für nehmen, aber kann bei sehr vielen der ausgewählten Alben eh sofort zustimmen.
__________________ "when i get sad, i stop being sad and be awesome instead!" |
|
#5
| ||||
| ||||
|
50 Kante - Zweilicht (2001) 49 Incubus - Morning View (2001) 48 The Mountain Goats - Tallahassee (2002) 47 Low - Things We Lost in the Fire (2001) 46 The Flaming Lips - Yoshimi Battles the Pink Robots (2002) 45 Mouse on Mars - Radical Connector (2004) 44 Tord Gustavsen Trio - Changing Places (2003) 43 Opeth - Blackwater Park (2001) 42 Faraquet - The View From This Tower (2000) 41 Oxbow - An Evil Heat (2002) 40 Ani Difranco - Knuckle Down (2005) 39 Bohren & der Club of Gore - Black Earth (2002) 38 Huntsville - For the Middle Class (2006) 37 Boris - Akuma no Uta (2003) 36 Bright Eyes - I'm Wide Awake, It's Morning (2005) 35 At the Drive-In - Relationship of Command (2000) 34 The Cinematic Orchestra - Every Day (2002) 33 Tim Berne - The Sublime and. (Sciencefrictionlive) (2003) 32 Vandermark 5 - The Color of Memory (2005) 31 Tindersticks - Falling Down a Mountain (2010) 30 Element of Crime - Immer da wo du bist bin ich nie (2009) 29 Komplizen der Spielregeln - Es wird nur noch geatmet (2009) 28 Cecil Taylor & Italian Instabile Orchestra - The Owner of the River Bank (2004) 27 Electric Masada - 50th Birthday Celebration Vol. 4 (2004) 26 The Fall - The Real New Fall LP: Formerly Country on the Click (2003) 25 Interpol - Turn On the Bright Lights (2002) 24 Esbjörn Svensson Trio - Leucocyte (2008) 23 Audiac - Thank You for Not Discussing the Outside World (2003) 22 Tom Waits - Orphans: Brawlers, Bawlers & Bastards (2006) 21 William Parker - Double Sunrise Over Neptune (2008) 20 The Brimstone Solar Radiation Band - The Brimstone Solar Radiation Band (2004) 19 Clickclickdecker - Nichts für ungut (2006) 18 The Shins - Chutes Too Narrow (2003) 17 Seachange - Lay of the Land (2004) 16 Modest Mouse - The Moon & Antarctica (2000) 15 The Dismemberment Plan - Change (2001) 14 Delbo - Innen/Außen (2003) 13 Arcade Fire - Funeral (2004) 12 ...And You Will Know Us by the Trail of Dead - Source Tags & Codes (2002) 11 Radiohead - Kid A (2000) 10 Ab und Zu - Spark of Life (2002) 09 Abilene - Abilene (2001) 08 Wilco - Kicking Television: Live in Chicago (2005) 07 Wilco - Yankee Hotel Foxtrot (2002) 06 Ornette Coleman - Sound Grammar (2006) 05 Antony and the Johnsons - I'm a bird now (2005) 04 Sufjan Stevens - Illinois (2005) 03 Fugazi - The Argument (2001) 02 Bar Kokhba - 50th Birthday Celebration, Vol. 11 (2005) 01 Madvillain - Madvillainy (2004) Ohne Gewähr. Den Rest gibts wenn das Ende von 2010 gekommen ist |
|
#6
| ||||
| ||||
|
Mutant? Edit: Ja, du musst es sein. |
|
#7
| ||||
| ||||
__________________ |
|
#8
| ||||
| ||||
|
#9
| ||||
| ||||
|
Also das wäre ja ein Ding.
__________________ komm zu mir, ganz nah ran und sag |
|
#10
| ||||
| ||||
|
du SACK! aber so langsam gewöhne ich mich daran dass man bei jedem neuen juser das "neu" hinterfragen muss....
__________________ |
|
#11
| ||||
| ||||
|
für mich war das Jahrzehnt sicher auch bewegend, verrückter als meine Jugendjahre. Was ist man schon mit 20, ein haufen Hormone umhüllt mit viel zu glatter Haut. Und gerade ist mir big day coming in den Sinn gekommen, 93 - so alt war ich damals wie Du jetzt. Ich schreib meine Liste auf, aber jetzt geh ich erst mal kochen und hab einen schönen Abend.
__________________ One has to come to terms with one's own mortality. You know, you can't really help people who are having problems with mortality if you've got problems of your own, so you have to begin to sort things out. |
|
#12
| ||||
| ||||
|
ich hab neulich einen coolen spruch gehört. "ich hab schon 4 jahrzehnte, 2 jahrhunderte und 2 jahrtausende erlebt, dabei bin ich erst anfang 20!" meine liste kommt auch, bald. sehr cooler thread und tolle einleitung, martin, danke für's erstellen.
__________________ |
|
#13
| ||||
| ||||
|
das erste Jahrzehnt, mein Jahrzehnt des Umbruchs, des Neuanfangs der rückblickend 7 Jahre brauchte. Nackte Einsamkeit zu beginn aber doch war die Musik die ganze Zeit da, so wie Beth Hirsch - Early Days [2000] bei den Fahrradtouren alleine am Neckar. Ein zartes akustisches Album, eine Frau mit eigenen Charakter, Ecken und Kanten. Aus dem Sommer wurde der Herbst, und das Laub fiel an ein anderes Ufer, München zu zweit am Ufer der Isar. Der Winter mit Kings of Convenience - Quiet Is The New Loud [2001] - wir liegen zu zweit auf dem viel zu schmalen Sofa, das wir noch immer haben und hören aus der schrecklichen kleinen Anlage unser Album. Sie spielen nicht unsere Songs im Radio, denn es sind Alben die uns begleiteten. So z.B. Desintregration das so spät entdeckt zum Soundtrack auf Gomera wird, aber abgehakt falsches Jahr. Suzanne Vega - Songs In Red And Gray [2001] - eine Frau schließt die Augen, ein ferner verrückter Gedanke der plötzlich da ist und sie hält inne, ein Lächeln und das junge Mädchen ist wieder da. Wo steckt in dieser Liste der Funke der mich mein Leben so verändern lies. Vielleicht begann es hier. Die Anfänge wenn ich nur dieses Jahrzehnt zitieren darf, sind weiter ganz persönlich interpretiert System of a down - Toxicity [2001] das ein Album über einen HIV-Test und meine Heimfahrt aus dem Labor nach dem Ergebnis ist. Radiohead - Amnesiac [2001] ein Album das hier ins Jahrzehnt passt und neben Ok computer im Regal steht und doch so selten herausgekommen ist, immerzu woanders hingegriffen, eine kurze intensive Phase mit Cave In - Antenna [2001], eine Liebe die unbesiegbar schien Tool - Lateralus [2001] und nun verlassen, neidisch auf ein Wunder wie In Vain - The Latter Rain [2007] starrt und das ist nur eines der Beispiele wie unendlich kreativ und facettenreich die Musik sein kann wenn man den Schatz loslässt und sich auch mal umschaut. Staind - Break the Cycle [2001] der Nu-Metal, die Industrie und die Dame die sich ein wenig einseitig damit ernährt. dredg - El Cielo [2002] wow ein Wunder, ein Gefühl Du entdeckst die Musik neu. Kaufrausch. Catatonia - Paper Scissors Stone [2001] Musik die nicht mehr direkt den Schalter umlegt und ich höre nicht auf die Musik zu hören weil andere es mir sagen. München in der Küche und ein kleiner Wecker mit CDplayer. Deutsche Bands machen mich glücklich The Notwist - Neon Golden [2002], Pelzig - Drive Your Engine Clean [2002], Tomte - Hinter all diesen Fenstern [2003], und sicher auch Kettcar aber später. Zwei Bands werden entdeckt und so sehr geliebt aber nicht gemeinsam, was in einer Wochenendebeziehung ja auch kein Problem darstellt. Aereogramme - Sleep and Release [2003] und Oceansize - Effloresce [2003]. Neu so neu, und mir war/ist es so scheißegal ob diese Musik nicht ohne Pink Floyd oder CAN existieren könnte. Unkle - Never, Never, Land [2003] eine Band zum nebenher hören und vielleicht auch ein wenig zum angeben, wie ein Film von Stanley Kubrik. Sigur Rós - () [2002] kennen wir schon vorher mit Ágætis byrjun, haben sie bereits live gesehen, aber dieses Album ist auch wieder eines das wir zusammen das erste mal liegend eng umschlungen gehört haben. Bei ihren Eltern oben auf den Sofa, eingedöst im Halbschlaf, bis uns die letzten beiden Songs aufgeweckt haben. Etwas das bleibt. Wie ein paar Alben aus dem Post-Hardcore, der damals noch für mich Emo hieß. Thursday - Full Collapse [2001] noch immer ihr bestes, Glassjaw - Worship and Tribute [2002] noch immer das beste. ... setze mal später fort
__________________ One has to come to terms with one's own mortality. You know, you can't really help people who are having problems with mortality if you've got problems of your own, so you have to begin to sort things out. Geändert von ascension (10.04.10 um 00:37 Uhr) |
|
#14
| ||||
| ||||
|
ich bin noch immer in der Zeit vor dem Wissen um das AMF und wenn ich die Alben aus der Zeit anschaue - ein dunkles Mittelalter. Es gibt Ausnahmen wie The Mars Volta - Frances The Mute [2005], die ich mit Schatzi in München live sehe. Ich werde gebeten keine weiteren Einladungen in diese Richtung auszusprechen und bin seit der Zeit im privaten Umfeld so ziemlich alleine mit der Liebe zu dieser Band. Kate Bush - Aerial [2005] wie ein Nadelstrich ragt diese Frau heraus. Ich kenne seit Ende 2006 last.fm und seit Anfang 2008 benutze ich rateyourmusic zum Verwalten meiner immer größer werdenden Sammlung. Von den Lieblingen des Jahrzehnts vor dem Juli 2007 kann ich aber nicht mit Sicherheit sagen, wer der Ideengeber war. Also Sprung an die Stelle als ich hier eingestiegen bin. Es sind hier so unendlich viele Band vorgestellt worden, eine Community wie ich sie noch nicht kennengelernt habe. Die Liebe zur Musik die fast schon zum Fanatismus geht. Eine Selbsthilfegruppe, "Hey die sind genauso verrückt wie ich". Ein Admin der sicher nicht wusste was er hier installiert und welches Spektrum die Musik annimmt die hier heftig diskutiert wird Ulver - Shadows Of The Sun [2007] und Isis - In the Absence of Truth [2006] wirklich typische Alben des AMF wie ich finde. Scheppernd und tief, verletzt und manchmal wütend. Ode zeigt mit ganz vielen Fingern auf den Metalcore und ich lange zu, reichlich. Trotz alledem habe es nicht viele ins Jahr 2010 geschafft: Haste The Day - That They May Know You [2002] und August Burns Red - Looks Fragile After All [2004] sind beides eps und ihre besten Werke wie ich finde. Zu Opeth entwickle ich eine große Liebe, vielleicht sind sie auch ein wenig überbewertet einfach zu groß zu oft erwähnt und zitiert. So wurde ich auch ein Fan der reflexartig zum Regal greift. Damnation [2003] Ihr bestes, aus einen Grund. Aus persönlichen Gründen habe ich mehr gebacken wie Unterwäsche gewechselt und dabei lief immer dieses Album. Im Metal habe ich viel mitbekommen, ganz viele tolle Entdeckungen, irgendwie auch Stolz darauf das ich diese Form von Musik lieben gelernt habe Wolves In The Throne Room - Two Hunters [2007], Drautran - Throne Of The Depths [2007], Emperor - Anthems To The Welkin At Dusk [2003], Katatonia - Night Is The New Day [2009], Minsk - The Ritual Fires Of Abandonment [2007], The Ocean - Precambrian [2007], Burst - Lazarus bird [2008]. Es gab Zeiten da musste die Musik zerstörerisch über mich herfallen vielleicht um mich vor mir selber zu schützen. Ganz wenige Bands die mich mit ihren vergleichsweise Tralala-Indie oder Folk beeindruckten konnten, Clogs - Lantern [2006], Woven Hand - Mosaic [2006], Shearwater und Beirut. Circa Survive - On Letting Go [2007] und vielleicht noch Minus The Bear - Planet of Ice [2007] einfach atemberaubende Musik. Der Post-Hardcore nimmt sich viel meiner freien Zeit. BoySetsFire - The Misery Index; Notes From The Plague Years [2006], La Dispute - Somewhere at the Bottom of the River Between Vega and Altair [2008], Thrice - Vheissu [2005], Trophy Scars - Alphabet. Alphabets. [2007] und United Nations - s/t [2008] aber die liste könnte viel länger sein. Auf der anderen Seite der Post-Rock, wo ich lange Zeit den herausragenden Bands mit großer Ignoranz gegenüber stehe und dann irgendwann durch die Decke gehe und bestimmt 70 Bands zusammenkaufe. Auch hier nur eine Auswahl 65daysoftstic - The Fall of Math [2004], Silver Mt. Zion - Horses In The Sky [2005], Manatees - untitled [2006], port-royal - Afraid To Dance [2007] und als großer Liebling die deutsche Band Daturah - s/t [2005] und Reverie [2008], leider immer noch nicht live gesehen. Zwei weitere deutsche Bands Captain Planet - ∞ (von Ihnen kann ich nur alles nennen) und Pendikel - Don't cry, Mondgesicht [2006] die ich über alles liebe und verehre. Was ich noch auflisten möchte Agalloch - The Mantle [2002] himmlischer Folk-Metal, Disillusion - Gloria [2006] im Auto auf unzähligen Fahrten mit der Freundin gehört - Konsens-band, In Vain - The Latter Rain [2007] die ich gerade noch entdecke mich aber schon restlos begeistern, Gospel - The Moon Is A Dead World [2005] mein liebstes Screamo-Album vielleicht weil ich für Majority Rule einfach zu feige bin ![]() Das beste Album des Jahrzehnts? So schwer aber ich versuchs mal. Fee hat viel verändert was mein Verständnis zur Musik angeht. Swans, Lycia, Death Can Dance sind Überbands die in tollen Kollektivhören gebracht worden sind. Keine Zugfahrt, keine Reise ohne Soundtrack for the blind. Und wenn nur noch der Schrei die pure Emotion übrig ist und alles andere verschwindet, dann The Angelic Process - Weighing Souls With Sand [2008] Danke
__________________ One has to come to terms with one's own mortality. You know, you can't really help people who are having problems with mortality if you've got problems of your own, so you have to begin to sort things out. Geändert von ascension (10.04.10 um 19:03 Uhr) |
|
#15
| ||||
| ||||
| Zitat:
Und dann noch diese kleine "persönliche Widmung" im letzten Absatz...danke! Überhaupt mal ein wunderschöner Beitrag, der eine große Hingabe offenbart und dich als Mensch (noch) sympathisch(er) macht.
__________________ I want out Out of the burdening nightsweats Out of the rising seas of blood Lost in you like saturday nights Searching the streets with bedroom eyes Just dying to be saved Run on girl, run on |
|
#16
| |||
| |||
|
#17
| ||||
| ||||
|
Nun gut: Anfang des Jahrtausends, da war Musik eben für mich das, was es wohl für die meisten Menschen ist, einzelne Songs, die man in Radio und Fernsehen hört, und manchmal findet man einen davon toll und dann werden Singles und ab und zu auch Alben gekauft. Die entsprechenden "Künstler" waren dann auch dementsprechend nicht der Rede wert (ATC, Britney Spears, Mel C.), Musik hat Spaß gemacht, ohne wirklich zu berühren und Songs waren schnell ausgehört. Ich hatte einige Poster an den Wänden und immer den Kindertraum, Backstagepässe für The Dome zu gewinnen, um meine Stars hautnah erleben zu können. Ja, The Dome, das war dann auch mein erstes Konzert 2003, zusammen mit meiner Mutter. Eine Ansammlung von zahnspangentragenden, überdrehten Dreizehnjährigen, naja, eben Leute wie ich, und eine Ansammlung höchst unerwähnenswerter Musikgruppen. Auch zu dieser Zeit war Shakira, ich habe sie sehr bewundert, war eben das, was man "Fan" nennt, konnte damals meine Mutter wiederum überreden, mit mir zum Konzert zu gehen und es war für mich ein ganz ganz großes Ereignis, die große, beleuchtete Halle und mittendrin die Frau, die ich so bewunderte, das Multitalent, das zugleich singen, tanzen, Songs schreiben und gut aussehen konnte, gab es irgendjemand, der ihr das Wasser reichen könnte? Ende 2003 wurde dann eine Band an Land gespült, die mich erstmals wirklich erschüttern sollte: Evanescence. Was war das für ein Gefühl, dieses Album in den Händen zu halten...so ganz anders, als alles, was ich bisher gekannt hatte, düster, mordbid, ernsthaft, verzweifelt, intensiv. Vor allem das Lied Tourniquet, I tried to kill the pain, but only brought more, so viel Schmerz in Amy Lees gepresstem Gesang, ich wollte dieses Album 24 Stunden am Tag hören. Bekanntermaßen wurden auf Grund des Evanescence-Hypes einige weitere Bands die vage sowas wie "Gothic" mit Frauengesang waren durch Viva/MTV dem Mainstreampublikum bekannt, darunter auch Within Temptation, die mir gut gefielen, und schließlich im Juni 2004 dann eine Band, die mein Leben verändern sollte: Nightwish. Als ich "Nemo" hörte, wurde mir schlagartig klar, dass ich genau danach immer gesucht hatte, symphonischer Metal mit Frauengesang, der Härte und Fragilität miteinander vereint. Evanescence waren nun passé, von nun an wollte ich nach Musik gezielt SUCHEN, anstatt sie mir von fragwürdigen Musiksendern vorsetzen zu lassen. Ich meldete mich im offiziellen Nightwish-Forum an und machte mich auf die Suche nach neuen Bands. Ich nutze damals noch keine Tauschbörsen und so habe ich mich mit Schnipseln auf den Homepages und amazon begnügt. Die reine Female Fronted Metal-Phase hielt dann aber doch nicht so lang an wie gedacht, denn durch das Forum, in dem ich auch schnell Leute privat kennenlernte, wurde ich in die Welt des Metals eingeführt. 2004/2005 hießen meine Helden Blind Guardian, Subway to Sally, Therion, Rhapsody, Epica, Theatre of Tragedy, Dream Theater und Tristania, ich lernte Wacken und das Summerbreeze kennen, den Met, das Rollenspielen, die Gorhicszene und eine für mich immer etwas unbegreifliche Mittelalterverehrung. Mich kleidungsmäßig wirklich anzupassen war für mich aber nie attraktiv, da es mir wirklich primär um die Begeisterung an Musik ging. Von nichtmetallischem Rock hielt ich nicht viel, das waren ja nervige Bands wie Franz Ferdinand oder The Hives. Anfang 2006 dann erneut ein Einschnitt: Jemand im NW-Forum empfahl mir Muse, ich hörte in ein, zwei Lieder rein und es war um mich geschehen. Nie vorher oder nachher habe ich wohl eine Band dermaßen abgöttisch geliebt wie diese. Nein, nicht im Sinne des kindlichen Fan-Seins, ich interessierte mich nicht für Bellamys Schuhgröße und wollte auch definitiv kein Kind von ihm, aber die Musik war eben alles für mich, hat mir den ultimativen Rausch verschafft. Schon am Metal hatte ich natürlich das Pompöse gemocht, aber dort hatte ich nicht eine dermaßene Dramatik gefunden, wie ich sie in Muse und Bellamys verzweifeltem Gesang wahrnahm, Nightwish beispielweise, da hatte für mich alles eine gewisse "Harmlosigkeit", man war vielleicht bisweilen eine einsame, traurige Ozeanseele, aber es war doch zugleich alles so harmonisch-friedlich, eine Traum-Welt, in der doch alles irgendwie schön und in sich stimmig war. Muse wurden für mich die "Gottband", mit der ich jede und jeden infizieren wollte. Zugleich begann ich mich aber auch für andere Bands aus der alternativen Ecke zu interessieren; 2006 rutschte ich da eben wieder mal ein einen Hype rein (der wohl letzlich schon früher begonnen hatte), der Bands wie Arctic Monkeys, Mando Diao, Franz Ferdinand oder die Kaiser Chiefs mehr oder weniger aus dem Nichts berühmt machte. Dann gab es noch anderes, irgendwo habe ich Porcupine Tree und die Queens of the Stone Age aufgeschnappt und durch das Lesen unzähliger Muse-Rezensionen wurde meine Aufmerksamkeit bald auch auf eine Band namens Radiohead gelenkt, die auch jetzt wohl noch meine Lieblingsband darstellt. Schon Ende 2006 meine ich mich zu erinnern zum ersten Mal im NW-Forum mit dem Begriff Post-Rock in Berührung gekommen zu sein, es ging wohl um Mogwai und Sigur Rós. 2007 sollte meine Muse-Begeisterung dann ein Ende finden (es war so wie in dem Erich Kästner-Gedicht, ein eher schleichender Prozess: Als sie einander 8 Jahre kannten- und man darf sagen, sie kannten sich gut, da kamen ihnen ihre Liebe abhanden wie anderen Leuten ein Stock oder Hut). Jedenfalls hörte ich Muse unbemerkt immer weniger bis zu dem Punkt, wo sie mir mit ihrem substanzlosen Pomp regelrecht widerwärtig wurden. Ich entdeckte nun - v.a. über last.fm und Musikrezensionen - eine Menge an Bands, die ich heute auch noch höre, Isis, Intepol, Aereogramme, Incubus, Modest Mouse, Arcade Fire und all die, wo ich mir nicht mehr sicher bin, wann ich sie entdeckt habe Man darf allerdings nicht vergessen, dass ich auch ab 2006 noch weiterhin Metal gehört habe und mit der Zeit großartige Bands wie Katatonia, Opeth, Disillusion, The Gathering, Agalloch oder Anamthema kennengelernt habe.(im nächsten Beitrag gehts dann weiter ab 2008, meiner Forenzeit hier) Geändert von Cecily (10.04.10 um 20:20 Uhr) |
|
#18
| ||||
| ||||
|
Damals 2007/2008 schien mir das Nightwish-Forum nun wirklich nicht mehr ausreichend, um meinen Musikhunger zu stillen. Ich suchte also bei google nach "Rock Forum" und stieß auf allerlei kleinere Foren, die entweder kaum frequentiert wurden oder nicht meinem Musikgeschmack entsprachen. Ich gab vorerst auf. Eine Sache, die mir damals Spaß machte, war rauszufinden, ob es denn noch andere Leute auf der großen weiten Welt gab, die zugleich Indie und Metal und Prog mochten, und so machte ich immer wieder google-Suchen der Art "Dornenreich Franz Ferdinand". Eine davon war glaube ich "Interpol Opeth" (jedenfalls etwas in der Art), und da bin ich dann hier mitten in irgendeinem Beitrag gelandet. So kam ich hierher. Ich denke dieser Post repräsentiert meinen damaligen Horizont ganz gut: http://www.alternative-musik-forum.d...919/#post49905 Seither habe ich ungemein vom AMF profitiert in musikalischer Hinsicht; ich habe es nicht mal wirklich geschafft, mich auf ein Genre richtig einzulassen, weil es so ungemein viel Input von allen Seiten gab. Natürlich erst mal die Entdeckung einiger Post-Rock, Prog und Sludge Bands, dann gab es da z.B. Anfang 2009 den Trip-Hop, der mich begeistert hat, v.a. Portishead und Massive Attack, ich habe durch Fee wie auch Susanna Post-Punk und Dark Wave und vieles drum herum kennengelernt, ich bin zum ersten Mal auf Begriffe wie Shoegaze, Ambient und IDM gestoßen, mit denen ich mich teilweise immer noch schwertue , nicht zu vergessen natürlich auch Stefan, der es wirklich geschafft hat mich von Tool zu überzeugen: ich habe eigentlich alles hier aufgesogen wie ein Schwamm. Die Bands, die ich seither kennengelernt habe, stammen eigentlich so gut wie alle hierher und von Kommilitonen. Manchmal denke ich mir, ich würde eigentlich gerne mehr selbst einbringen, neue Bands vorstellen und so, aber es gibt hier einfach noch so unglaublich viel zu entdecken, dass ich wohl noch für eine Weile primär Konsument bleiben werde.
Geändert von Cecily (10.04.10 um 20:47 Uhr) |
|
#19
| ||||
| ||||
|
__________________ One has to come to terms with one's own mortality. You know, you can't really help people who are having problems with mortality if you've got problems of your own, so you have to begin to sort things out. |
![]() |
| Lesezeichen |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
| |