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#1
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| Improvisation, freie Musikformen
Wie findet ihr grundsätzlich die Idee wenn Künstler sowas machen? Entweder als Jam-Session oder sogar auf einem Album. Kommt ihr damit klar? Lasst mal diskutieren |
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#2
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Also ich find das live immer sehr gut wenn die Band ihre Songs leicht variiert also einen Jampart reinsetzt oder vielleicht komplett verändert in dem sie einen anderen Song mit einbaut. Das war z.B. bei ISIS und Portugal.The Man super ![]() Schlimm find ich es wenn Vorbands die nicht beim Publikum ankommen auf Teufel komm raus zu versuchen mit Jamparts/Bühnenaction die Leute zu gewinnen. Wo die Songs an sich schon nicht ankommen und dann noch durch endlose Experimente verschlimmert werden... |
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#3
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Eigentlich lässt sich das mit folgendem Schema gut zusammenfassen: Repetitives Drumming > Freie Improvisation > Sonstige Musik. |
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#4
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du beziehst das alles auf drumming oder wie soll ich das "schema" verstehen? |
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#5
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Ich glaube, Mighti benutzt ">" eher im mathematischen Sinne.
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#6
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#7
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Frank Zappa ist hier ja wohl das beste Beispiel. Die Musik und auch die Texte sind sehr oft spontan entstanden durch Jam-Sessions. Und für mich hätte Zappa & the Mothers of invention auch gerne 5 Stunden am Stück 'ne Jam-Session halten können, es wäre für mich bestimmt nie langweilig. Weitere gute "Spontan-Künstler": Helge Schneider, muss man nicht drüber reden, weiß jeder denk' ich mal. Die Ärzte, denn sie ändern ihre Texte auf Konzerten meistens, mal mehr, mal nur ein bisschen.
__________________ Flockdraw R.I.P.??? |
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#8
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Naja, um ach mal ein bisschen Namedropping zu betreiben: Keiji Haino ist im Bereich Improvisation sicher einer der ganz großen, genauso wie Takayanagi Masayuki oder Otomo Yoshihide. Alle haben auch bei unzähligen Kollaborationen und Bandprojekten mitgewirkt, besonders Otomo (Ground Zero, Otomo's New Jazz Ensemble, etc.) und Haino (Fushitsusha, Vajra, Kollaborationen mit u.a. Alan Licht, Brötzmann, Boris, Tatsuya Yoshida uva) haben ein ziemlich umfassendes Oeuvre und eigentlich nichts an dem sie mitgewirkt haben, hat mich enttäuscht. Großartige Künstler, keine Frage.
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#9
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Wenn du nicht dagegen hast schicke ich dir mal Don Cherry - Symphony for improvisers. Da macht auch der P. Sanders mit. Imo großes Album |
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#10
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Gerne. Pharoah Sanders ist eh auch noch so ein Kandidat. Bisher kenne ich nur Karma - das ist dafür mein liebstes Jazz-Album überhaupt.
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#11
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hast du dich schonmal mit coleman auseinandergesetzt? von shape of jazz to come kann ich mal meinen eindruck mitteilen: erst verwirrende strukturen. aber diese strukturen kehren immer wieder, nachdem dazwischen immer komplette improvisation herrscht. auch improvisation braucht plan, denk ich. genauso ists ja auch bei oxbow. wobei das ne ganz andere richtung wäre. das serenade in red album hab ich nachm ersten hören aber erstmal zur seite gelegt. an evil heat hat sich tatsächlich schneller erschlossen. |
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#12
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Ein Saxophonist wurde einmal gebeten, an einer Free Jazz Session teilzunehmen. Als er mit seinem Instrument aufkreuzte, wurde ihm bedeutet, er möge sich frei fühlen, sich so ausdrücken, wie er wolle und seine eigenen Sachen zu machen. Möglicherweise fühlte der Saxophonist ein wenig nautisch, denn während der ganzen Session spielte er das Lied "I do like to be beside the seaside". Seine Partner, hierfür offensichtlich sehr verärgert, sagten zu ihm, er solle sich nicht die Mühe machen, noch einmal wiederzukommen.
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#13
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generell habe ich nichts gegen improvisation,aber sie muss passen und nicht langweilen.hört man sich zum bsp. was von omar rodriguez' soloergüssen an,dann möchte man improvisation am liebsten verbieten... |
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#14
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ist halt tmv-style... fang ich auch nichts mit an...
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#15
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Gibt fast nichts geileres als Bass Soli! Ehm joa kommt einfach aufs ergebnis an
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#16
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mutant hat für mich ein entscheidendes stichwort gesagt: struktur..auch impro und jamsessions brauchen struktur..ganz wild drauf los gejammt klinkt meist nich so wild.. wir haben n ganz nettes psychedelic lied gemacht..dauert ca. ne halbe stunde..also wir habens noch nich fertig ..hören halt immer auf, wenn wir keinen bock mehr haben..wollen aber wirklich mal was draus machen..das is halt auch aus ner jamsession entstanden..im prinzip improvisieren wir da immer noch alle, wird auch immer so sein..sehr geil vorallem mit wilden phaser und delay effekten, sodass irgendwann alles verschwimmt und nachm chorus(iwie son hauptteil) wieder klar wird.. |
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