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Kayo Dot

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  #1  
Alt 09.09.07, 11:54
Benutzerbild von Bad Moon Rising  
Registriert seit: 01.2006
Beiträge: 1.721
Geschlecht: Männlich
Kayo Dot

Kayo Dot ist eine avantgardistische Metal-Band, die 2003 in Boston, Massachusetts, gegründet wurde. Die Band ging aus Maudlin Of The Well hervor, die sich im selben Jahr aufgelöst hatten. Toby Driver (Sänger, Gitarrist, Cello, Bassist, Percussion, Klarinette) ist dabei der kreative Mastermind der Band - wie er das auch schon bei Maudlin Of The Well war. Die restlichen Band-Mitglieder wechseln ständig.

"Choirs Of The Eye", das Debut-Album der Band, wurde 2003 auf den Markt gebracht. Zu weiten Teilen wurde es noch unter der alten Maudlin Of The Well-Firmierung eingespielt. Das Album handelt vom Surrealismus und bezieht sich auf diesbezüglich aufgestellte Theorien von André Breton und Max Ernst. Im Gegensatz zum Sound von Maudlin Of The Well wurde der Death Metal-Anteil etwas zurückgefahren und durch Elemente ersetzt, die einer modernen Ausgabe der King Crimson-Phase gleichen, aus der solche Alben wie "Lizard", "Larks' Tongues In Aspic" und "Red" hervorgingen. Heraus gekommen ist dabei eine Musik, die sich sehr gut mit der surrealen Thematik des Konzeptes ergänzt, denn beim Anhören der Platte kann man sehr schnell in Atmosphären geraten, die nicht von dieser Welt zu sein scheinen, sondern einer Überwelt entstammen könnten, die von Salvador Dali gemalt wurde. Im Vergleich zum Nachfolger-Album wirkt die Musik der Platte dabei vieleicht noch etwas leichter zugänglich.

"Dowsing Anemone With Copper Tongue", eben jenes Nachfolger-Album, wurde 2006 auf den Markt gebracht. "Gemini Becoming The Tripod", der Opener der Scheibe, bietet avantgardistischen, noisigen Metal der Spitzenklasse. Die nachfolgenden Tracks sind dagegen überwiegend ruhig aufgebaut und verlangen vom Hörer schon einiges ab, denn soundtechnisch bewegen sich Kayo Dot auf einer schmalen Gradwanderung zwischen avantgardistischem Metal, stimmungsvollen Post-Rock, jazzartigen Konstrukturen und einigen noisigen Ausbrüchen. Dabei greifen diese musikalische Zutaten nie hintereinander ins musikalische Geschehen ein, sondern sie wirken zumeist immer in den selben Passagen eines Stückes. Dies sorgt für einen nahezu unbeschreiblichen Klang, der letzlich angenehmer anzuhören als zu beschreiben ist. "Immortelle And Paper Caravelle" nimmt gefangen durch seinen jazzigen Post-Rock. Violinen, Celli und Trompeten nehmen den Platz der fehlenden, noisigen Gitarren-Ausbrüche ein und lassen das Stück in beinahe schmerzhafter Ruhe ertönen, die fast schon Ambiente-artige Eigenschaften unter sich begräbt. "Aura On An Asylum Wall" beginnt als eine originelle Mischung zwischem progressivem Rock und Jazz. Dies mündet in einen Teil, der von Streichern, Bläsern und elektronischen Effekten durchzogen wird und beinahe schon neoklassische Züge aufweist, um letzten Endes in einen unbekümmerten Indie-Rock-Song einzufliessen, der sich daraufhin unvermittelt in bester Avantgarde-Kunst sonnt. "__ On Limpid Form", der längste Track des Albums, lässt nach seinem Anfang, der in bester Post-Rock-Machart ertönt, ein schweres Riffing an den Saiten folgen, das abwechselnd doomig und improvisiert klingt. Das Riffing steigert sich dabei anschleichend zu noisigen Ausbrüchen, die sich vor dem geistigen Auge zunächst turmhoch aufzubauen scheinen, um gleichzeitig wieder in sich zusammenzufallen. Das abschliessende "Amaranath The Peddler" pendelt anfänglich zwischen zeitgenössischem Jazz und Neoklassik, hebt danach in einem songorientierten Part in Atmosphären ab, die keine Höhenbegrenzungen zu kennen scheinen, um schlussendlich von einer Collage aus cleanen Gitarren und elektronischer Ambiente-Untermalung aufgefressen zu werden. Kayo Dot sind jederzeit in der Lage, eine Musik zu erschaffen, bei deren Anhören man nicht bloß mit dem Strom mitschwimmt, sondern bei deren Genuss man aufgrund der Tiefe des Sounds förmlich beginnt in selbigem abzutauchen und dabei in der kompletten Spielzeit sich und seine Umwelt komplett vergessen kann. Vorraussetzung ist einzig die Geduld, die dem Hörer dieser Platte in Form eines Sauerstoffgerätes abverlangt wird. Ohne ein Sauerstoffgerät würde das Abtauchen in die einzigartigen Klang-Welten von Kayo Dot keinen Spass bereiten.

Hier noch die Links zur offiziellen Kayo Dot-Homepage und zur Kayo Dot-MySpace-Seite.
__________________
BadMoonRising

Geändert von Bad Moon Rising (01.07.12 um 03:32 Uhr).
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  #2  
Alt 03.09.08, 16:11
Benutzerbild von Mighti
あ!
 
Registriert seit: 01.2006
Beiträge: 2.286
Geschlecht: Männlich
Übrigens merkwürdig dass außer Badmoons schönem Eröffnungspost hier im Kayo Dot Thread noch keine Beiträge zum Thema erstellt wurden. Hier gabs doch einige, die die Band gehört haben wenn ich mich nicht irre?
__________________

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  #3  
Alt 03.09.08, 17:39
Benutzerbild von boneless
einfach aber simpel
 
Registriert seit: 12.2007
Ort: Naked City
Beiträge: 10.945
Geschlecht: Männlich
wie wahr!...das nenne ich mal eine feine rezension der beiden alben.

wie siehts aus mighti,schon mit der neuen warm geworden?
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  #4  
Alt 14.09.08, 15:29
Benutzerbild von Trashy
maniac fm
 
Registriert seit: 10.2007
Beiträge: 1.007
Geschlecht: Männlich
Das debut hat schon mal eine beeindruckend dichte atmosphäre... muss ich mal dranbleiben ...^^
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  #5  
Alt 01.04.10, 11:48
Benutzerbild von Bad Moon Rising  
Registriert seit: 01.2006
Beiträge: 1.721
Geschlecht: Männlich
Auf "Blue Lambency Downward", dem 2008 veröffentlichten Album, generierten sie einen elegischen Rock, der sich aus düsteren, nebulösen Klangschwaden erhob und von an moderner Klassik gemahnenden Klängen aus Cello, Violine, Klarinetten und cleanen Gitarre gespeist wurde. Es entwickeltenn sich immer wieder Passagen, die der Definition einer Kammermusik im Grunde näher stehen als dem Avantgarde-Metal der alten Tage. Lediglich das immer wieder schnell ins Schräge abgleitente und das in Improvisationen verlierende der Vergangenheit blieb fester Bestandteil von Kayo Dot, doch auch dies geriet für mein Dafürhalten gegenüber der Vergangenheit "gezähmter". Gemessen an den Möglichkeiten, welche die Musiker haben, und an der grossen Klasse der beiden Vorgängerwerke werte ich "Blue Lambency Downward" als das bisher schwächste Album der Band. Schwächer zwar, aber dabei keineswegs uninteressant.

Am 20. April des Jahres wird mit "Coyote" ein neues Kayo Dot-Album zu beziehen sein:

Zitat:
Zitat von Kayo Dot-Homepage
The brand new Kayo Dot album, Coyote, will be released on April 20th. You can pre-order it from us here and now! Included with all pre-orders will be a CD-r of a recent Kayo Dot live set from our Fall 2009 European tour! Each CD-r will be uniquely labeled by the band and will come in hand-made packaging. This CD-r will only ever be available through this pre-order! This offer will close on Friday, April 9, and all pre-orders will ship on Friday, April 16!
Hier das Cover-Artwork von "Coyote":



Dazu noch die Tracklist von "Coyote":

1. Calonyction Girl
2. Ineffable Whisper
3. Abyss Hinge 1: Sleeping Birds Sighing In Roscolux
4. Abyss Hinge 2: The Shrinking Armature
5. Cartogram Out Of Phase

Geändert von Bad Moon Rising (01.07.12 um 03:33 Uhr).
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  #6  
Alt 09.07.13, 10:28
Benutzerbild von fitzkrawallo  
Registriert seit: 04.2013
Beiträge: 82
Erster neuer Song vom im Herbst erscheinenden "Hubardo": And He Built Him A Boat | Kayo Dot
Ist sehr zugänglich und mal wieder ganz anders, steigert meine Vorfreude auf das Album jedenfalls nochmal. Was ist Toby Driver eigentlich für ein geiler Sänger neben allem anderen?
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