![]() |
|
#1
| ||||
| ||||
| Pearl Jam
ich starte einfach mal los und schau mal wie weit ich komme. Geht nur in Etappen, geht nur in Albumlänge. Kein wiki im Gepäck. Die Jugend ist vorbei, die ernsten Jahre, die Verzweifelung, die Einsamkeit. Das ist für mich Pearl Jam, zu No Code. No code [1996] ist das vierte Album der Band aus Seattle. Jeff Ament, Bassist der Band, der Künstler für die Artworks, schickt für das Album seine Band-Kollegen und Freunde mit Polaroid-Kamera auf die Reise und trägt dann die Bilder für das Cover und das Booklet zusammen. Es ergibt sich ein visueller Eindruck der viel mehr mit David Finchers Sieben [1995] zu tun hat als mit dem bodenständigen und zugleich introvertierten musikalischen Werk. No code ist ein Album das sehr homogen ist, selbst Lukin der Hardcore Ausflug fügt sich ein und erhöht die Aussage des folgenden ruhigeren Song Present Tense - ein Weckruf zur Einkehr. No Code hat aber kein eigentliches Highlight mehr, kein Hit und trotzdem bleibt es wunderbar, sonderbar, ein Spiegel der Zeit, meiner Zeit. You can spend your time alone redigesting past regrets, oh. Or you can come to terms and realize, You're the only one who can't forgive yourself, oh. Makes much more sense to live in the present tense. Hört den Song alleine abends und urteilt dann über die Band. ![]() 1. Sometimes 2. Hail,Hail 3. Who You Are 4. In My Tree 5. Smile 6. Off He Goes 7. Habit 8. Red Mosquito 9. Lukin 10. Present Tense 11. Mankind 12. I'm Open 13. Around The Bend
__________________ we won't go any more |
|
#2
| ||||
| ||||
|
Ten, das Debüt und ihres mit Abstand erfolgreichstes Album ist meine jüngste Anschaffung der Band. Es ist aus dem Jahr 1992, als Grunge und jede zweite Garagenband aus Seattle durch die Decke ging. Nachträglich kann man das Album als Ärgernis betrachten, eine Hitsammlung, Ruhm und ein Image das die Band jahrelang nicht mehr losbekommt. Trotzdem kommt die Verweigerung des frühen Erfolgs nachbetrachtet ein Bild der Lächerlichkeit, Ten hat brillante Songs, vielleicht zu flach produziert, die einfach zu früh kamen, Black wollten sie nie weider spielen, nie wieder tolle Videoes ala Jeremy aufnehmen. Songs so eingänglich und wahr, auf die jede andere Bands stolz wäre. Ten habe ich nicht gebraucht weil ich ihren Beitrag zu MTV unplugged kannte, der noch in der frühen Phase ihres Megaerfolgs erfolgte. diese Versionen waren beständiger wie ihr Ten-Album, das wusste ich schon damals. Ihren Auftritt mit Neil Young bei den MTV Music Awards 93, nachträglich gesehen, vergesse ich nie wieder. So verdammt brilliant. YouTube - Neil Young & Pearl Jam! Es ist wie die eine Aufnahme auf Tape mit der abgeschnittene Stelle am Ende. Der Song Rockin in free world wird es nie wieder anders geben. Ten [1992] ![]() 1. Once, 2. Even Flow, 3. Alive, 4. Why Go, 5. Black, 6. Jeremy, 7. Oceans , 8 Porch, 9 Garden, 10 Deep, 11 Release, 12. Alive (Live), 13. Wash, 14 Dirty Frank MTV unplugged [1992] als bootleg zu finden. 1. Oceans , 2. State of Love & Trust , 3. Alive , 4. Black , 5. Jeremy , 6. Porch , 7. Even Flow , 8. Rockin' in the Free World [unplugged]
__________________ we won't go any more |
|
#3
| ||||
| ||||
|
Auf dem cover ist ein aggressives Schaf das bedrohlich durch den Zaun starrt. Eine wunderbare Aufnahme von Ament. Vs., das zweite Album, sollte glaube ich, erst Five against One heissen, wurde aber schnell kurz vor dem release unbenannt. Man kann sich als Fan von ten wohl persönlich angesprochen fühlen .... Pearl Jam und ihr Image als humorlose Band. Nun ja. Pearl Jam und der Ruhm. Mit vs. grenzen sich Pearl Jam von Ten ab. Das klingt nicht mehr so radikal wie zu 1993. Wie kam ich zu Pearl Jam, denn das war mein erster Kauf der Band? Das Album wurde im Musik Express Sounds Album des Jahres. Ich las es im Zeitschriftenladen und anstatt das Magazin zu kaufen ging ich in den Plattenladen. Vs. ist das Album was man als Einstieg wirklich empfehlen kann. Rockiger, was ist schon Grunge - kein Mensch versteht heute was Grunge war, weil es auch keine eigene Identität hatte. Die langsameren Stücke werden nicht selten durch Gitarren durchbrochen, man kann die Angst vor Gefälligkeit förmlich spüren. Trotzdem ein wunderschöner für Fans sicher unsterblicher Song, Indifference, der Abschluß von vs. Oh, I will make my way through one more day in Hell. Für mich ist Rearviewmirror der schönste Song auf dem Album. Sehr treibend, und man kann ihn vollkommen falsch verstehen wenn man ihn im Auto auflegt und den Blinker nach links setzt. Eddie Vedder läßt einem einsteigen und das Tempo steigt, bis zum Refrain und gemeinsam schreien wir: "Once you were in my rear view mirror" Vs. [1993] ![]() 1. Go, 2. Animal, 3. Daughter, 4. Glorified G, 5. Dissident, 6. W.M.A., 7. Blood, 8. Rearviewmirror, 9. Rats, 10. Elderly Woman Behind The Counter In A..., 11. Leash, 12. Indifference WMA ist ein politischer Song und klagt den Rassismus an. White Male American. Go hat ein wunderbaren Start und kommt an Sonic Youths Dirty - Song 100% heran, das kurz zuvor erschien. Dissident wieder ein Song von Unterdrückung in einer Beziehung, verstärkt bei mir den Eindruck das Eddie die Songs für unterdrückte tapfere Frauen geschrieben hat.
__________________ we won't go any more |
|
#4
| ||||
| ||||
|
Ich spring ein wenig nach vorne. Yield aus dem Jahr 1998. Zwei Jahre nach No Code. Brain of J. spielt mit dem Umstand das wir uns so gerne von den wichtigen Themen ablenken lassen. Yield kann man aber durchhören und man schaut nicht einmal auf. Given to fly ist eine Single im besten sinne, Pearl Jam veröffentlichen ein Video zu Do the Evolution, im Stil eines japanischen Animationsfilms ala Akira. Eine geile Zivilisationskritik - das Mädchen das durch die Blumenwiese rennt und dort nur Verwüstung auslöst. YouTube - Pearl Jam - Do The Evolution - Evoluciona In Kombination sind die Intermission Red dot und MFC die stärksten Teile des Albums. Die elektrischen Gitarren sind wieder einmal Pearl Jams große Stärke. Aber auch die elektronische Spielerei auf Push Me, Pull Me machen Yield zu einem starken Album. ![]() 1. Brain Of J. 2. Faithfull 3. No Way 4. Given To Fly 5. Wishlist 6. Pilate 7. Do The Evolution 8. No Title 9. Mfc 10. Low Light 11. In Hiding 12. Push Me,Pull Me 13. All Those Yesterdays There's no leaving here Ask- I'm an ear She's disappeared
__________________ we won't go any more |
|
#5
| ||||
| ||||
| Vitalogy [1994] ist das womit ich Pearl Jam definiere. Ein Album das anders ist und nichts mit Ten oder vs zu tun hat, die insgesamt nur drei Jahre aueinander liegen. Das Artwork entsand aus der Idee heraus es wie ein Medizinbuch des frühen 20ten Jahrhundert zu machen. Die Band hatte ein entsprechendes Werk auf einen Flohmarkt entstanden, denke ich. Voller Unwahrheiten, Feindlich zum Körper zur Sexualität, katholisch-puritistisch. Da starben schon mal die Männer an Schwindsucht wegen wiederholter Selbstbefriedigung. In der Musik ist der Verlust sehr stark präsent. Das Album selber ist aber kein Konzept-Album. Dazu ist es zu zerrissen wie eine ernste Band nur sein kann, die sich nicht vollkommen von ihrer Identität lösen kann. Kurt Cobain starb im selben Jahr und Immortality der Song für Ihn, gleichzeitig auch der der stärkste Song von Pearl Jam. Spin the black circle der zweite Song wurde in der düsteren Atmosphäre des Albums vollkommen falsch interpretiert, dabei Eddie Vedder eine Heroinsucht angedichtet, "Put the needle down ..." Das Album ist ein Rock-Album, reduziert, ernst, auf den Punkt, nicht abschweifend. Nothingman eine Ballade hätte einen anderen Platz verdient als zwischen Tremor Christ einer gequälten Midtempo-Nummer und Whipping, der antreibende Song, der schon auf den den Demos zu vs. ein Jahr zuvor drauf war. Was Pearl Jam in drei Jahren durchlaufen haben ist ziemlich großartig. Ten, Vs, Vitalogy. Drei Jahre, die man nicht hört, es sind Jahrzehnte. Vitalogy hat die stärksten Songs von Pearl Jam. Corduroy der überhaupt noch nicht erwähnt wurde, ist ein so offener Blick in eine verletzte Seele: All the things that others want for me, Can't buy what I want because it's free. Und ich kann nicht sagen wie oft ich vor den last.fm-Zeiten gehört habe. Der letzte Track Hey Foxymophandlemama, That's Me ist ein langer über sieben Minuten dauernder Dialog mit einer sehr verstörten Dame, einer Wischmob rumwedelnden Frau. Verfremdet und mit einer verzerrten Gitarre unterlegt. Das Album Vitalogy endet komisch und ich hab mich nach dem hören nie wirklich wohl gefühlt. Do you ever think that you actually would kill yourself? Well, if I have thought about it real, uhh, real deep... Yeas, I believe I would... ![]() 1. Last Exit 2. Spin The Black Circle 3. Not For You 4. Tremor Christ 5. Nothingman 6. Whipping 7. Pry,To 8. Corduroy 9. Bugs 10. Satan's Bed 11. Better Man 12. Aye Davanita 13. Immortality 14. Hey Foxymophandlemama, That's Me
__________________ we won't go any more |
|
#6
| ||||
| ||||
| Merkinball (Abrissbirne) aus dem Jahr 1995 nach Vitalogy ist eine kleine ep. Zwei Songs die aus der Zusammenarbeit mit Neil Youngs Mirror Ball entstanden sind. I Got Id ist ein Song der die Stlle und Stimmung von vs und vitalogy zusammenfasst, sehr schön und sicher bald in einem KH als Beitrag von mir dabei. Long Road ist eine lange Ballade, es wäre eine getragene Folk-Nummer wenn die E-Gitarren nicht da wären, so kann, muß man sagen es ist melancholische Pearl Jam-Nummer und Eddie hat mal wieder den Blues. ![]() Es fehlen noch Binaural [2000], Riot Act [2002] und das letzte selbst betitelte Album Pearl Jam [2006]. Pearl Jam sieht sich selber als Liveband und hat im Laufe der Zeit viele Scheiben herausgebracht, gegipfelt in 2006, wo jedes Konzert der Welttour auf Scheibe herauskam. Ich habe Live On Two Legs [1998] und eine Live DVD der Tour 2000. Gesehen habe ich sie leider noch nicht. Pfeil zum Thread Wunschkonzert. Und obwohl ich mich absolut nicht mehr als großer Fan der Band bezeichne und ihre Schritte verfolge, habe ich wohl alle ihre regulären Releases. fin
__________________ we won't go any more |
|
#7
| ||||
| ||||
|
Immortality und Corduroy Ich höre sie so oft - wenn ich in Not bin, wie jetzt. Hilf mir aus meiner Angst. So schmerzhaft ja, das meine Lebendigkeit durchscheint aus all diesem grau. Liege wach bis 4 Uhr, eine Tavor um drei, einen Schlaftee um 1, einen Schlaftee um 11. Noch mal lauter stellen auf replay drücken, noch lauter stellen und auf replay drücken. Pearl Jam sind mir so wichtig und bedeutend, essentiell, den Bruder den ich nicht habe, "die da sind da ist wo Du nicht bist, Markus" und ich hoffe wirklich sehr ihr findet eure Band die euch auch 20 Jahre später das Leben retten wird.
__________________ we won't go any more |
![]() |
| Lesezeichen |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
| |