![]() |
|
#1
| ||||
| ||||
| Three Mile Pilot
Three Mile Pilot war eine Indie-Rock-Band, die 1991 von Armistead Burwell Smith IV (Sänger, Bassist), Pall Jenkins (Sänger, Gitarrist) und Tom Zinser (Drummer) in San Diego, Kalifornien, gegründet wurde. Pall Jenkins erlernte das Gitarren-Spiel erst nach dem Debut-Album "Na Vucca Do Lupu", welches 1992 veröffentlicht wurde. So machte die Band zwangsläufig aus der Not eine Tugend. An Stelle von Rhythmus-Gitarren bekommt man nur flirrende Bass-Gitarren zu hören, welche die unglaublichsten Rhythmen fabrizieren. Der Band gelang dadurch ein einzigartiger, verzweifelt erklingender und bisweilen auch traurig erscheinender Klang, der in dreizehn überwiegend längere Stücke eingebettet wurde, und allgemein ein Album, das für den einen oder anderen Bass-Spieler auf jeden Fall eine Bereicherung der heimischen Plattensammlung darstellen würde. 1994 schloss sich Tobias Nathaniel (Pianist) der Band an. Im gleichen Jahr wurde ihr Album "The Chief Assassin To The Sinister" veröffentlicht. Das nicht nur, wie ich finde, schönste Album von Three Mile Pilot, sondern auch eines meiner liebsten Alben aus den 90er-Jahren. Das Album gleicht der Büchse der Pandora. Ich dachte mir vorher, dass ich schon sämtliche unheilvolle und düster erscheinende Musik kenne. Doch dann legte ich mir das Album ein und wurde eines besseren belehrt. Die Musik generiert eine Eigenleben, das mich mit einer Energie in ein finsteres Loch katapultiert. Der dominierende Bass ist quasi omnipräsent und einzigartig. Der Gesang von Pall Jenkins gehört meines Erachtens zu den leidvollsten seiner Art, fügt sich prächtig in den Sound ein und vermittelt mysteriöse und philosophische Lyrics. Fast schon zusammenhanglos, aber dann doch wieder auf sich aufbauend, vermitteln mir diese wohlgemerkt interpretierbaren Lyrics eine düstere Geschichte über einen Cyborg, der gegen seinen eigenen Willen - so scheint es mir jedenfalls - zu einem unheilvollen Killer umfunktioniert wurde. Allerdings so metaphorisch verpackt, dass es auch einem modernem Marionetten-Spiel entsprungen sein könnte. Ein eigenartiges und gleichsam einzigartiges Album. Meiner Meinung nach unbedingt empfehlenswert. Im Gegensatz dazu fiel das Album "Another Dessert, Another Sea" musikalisch etwas direkter aus. Das Piano-Spiel von Tobias Nathaniel pendelt sich irgendwo im weiten Feld zwischen Supertramp und Tori Amos ein. Die restliche Band kreierte einen dichten Sound, der etwas polierter als auf dem Vorgänger-Album ertönt, aber zu keiner Zeit geglättet wirkt. Mitunter nimmt das ganze fast schon kammermusikalische Züge ein, in welchen Geschichten über Abgründe des menschlichen Seins beleuchtet werden. Wiederum auf metaphorische Art und Weise. 1998 wurde im übrigen noch eine selbsbetitelte EP veröffentlicht, die mir nicht vorliegt. Danach neigte sich die musikalische Schaffensperiode von Three Mile Pilot dem Ende. Singende Sirenen sollte man um jeden Preis meiden, ihnen nicht zuhören und sie auch nicht beobachten. Ansonsten würde es fatal enden. Bei der Musik von Three Mile Pilot verhält es sich ähnlich. Mit dem Unterschied, dass hier keine Sirene singt, sondern Pall Jenkins, und dass das Zuhören ihres Sounds keine fatalen Folgen nach sich zieht. Das einzigste Fatale an ihrer Musik bestünde darin, sie sich nicht angehört zu haben. Hier noch die Links zur offiziellen Three Mile Pilot-Homepage, die sich allerdings in der Renovierung befindet, und zur Three Mile Pilot-MySpace-Seite. Geändert von Bad Moon Rising (04.08.07 um 15:47 Uhr) Grund: ein "auf" zuviel |
|
#2
| ||||
| ||||
|
oh, mann. Ich komm irgendwie nie dazu die CD zu hören. Immer wenn ich sie mir anhör denk ich mir "Verdammt, die sind gut, muss ich umbedingt öfter hören" und dann werden sie auf einmal immer von irgendeiner kurzweiligeren Band verbannt bis ich sie wieder herhol und das selbe wieder passiert (hör sie gerade wieder, mal sehen ob ich endlich anschluss finde ^^)Bewertung zu Na Vucca Do Lupu kommt von mir noch, versprochen
__________________ Signaturen sind auch nur Penisverlängerungen. |
|
#3
| ||||
| ||||
|
ich hab auch 2 platten von denen. Nà Vuccà Dò Lupù und The Chief Assassin to the Sinister. wirklich 2 geile platten. erstere vorallem interessant dadurch das keine gitarre zu hören ist, sondern nur bass. trotzdem find ich The Chief Assassin to the Sinister dann etwas besser als das debüt. tolle band!
|
![]() |
| Lesezeichen |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
| |